Links: Werkstudent Mauricius im noch „rohen“ zukünftigen Szeneclub, dem Scandale in Cottbus. Rechts: Zwei Monate später sind Trennwände, Bars und Terrassen eingebaut und die Eröffnungsparty kann steigen.

Wenn man als Studi zum Bauleiter wird …

Schon als Studierender kann man in der Lausitz bei hochgradig spannenden Projekten mitwirken – so wie BTU-Student Mauricius, der beim Aufbau eines bekannten Szene-Clubs in die Rolle des „Bauleiter light“ schlüpfte.

Anfangs eine kahle Lagerhalle …

Der Architektur-Student, der aktuell an der BTU seinen Bachelor of Science abschließt, wirkt seit Oktober 2019 als Werkstudent im Scandale Le Locale Fatale Cottbus mit. Der Szene-Club besteht seit über 8 Jahren und zog 2019 in einen neuen Standort am Cottbuser Bahnhof um: eine gigantische Lagerhalle samt einem angrenzen, stillgelegten Gleisbett. Als Mauricius die Location erstmals betrat, war sie bis auf ein paar Müllberge und Baustoffe noch komplett kahl.

… und nur zwei Monate später ein Szene-Club?

Die Challenge für ihn und das Scandale-Team: den Club bis zum Eröffnungstermin am 9. November partytauglich machen. Es sollte die Aftershow-Party des FilmFestivals Cottbus werden – hunderte Partygäste, Regisseure und Schauspieler aus aller Welt würden den Club einweihen. Zwei Monate verblieben, um den kompletten Club einzurichten – von Raumtrennern über Bars und Toiletten bis hin zu Chill-Möglichkeiten und der Terrasse.

Mauricius wurde fortan „Bauleiter light“

Mauricius wurde dabei eine zentrale Rolle zuteil. Aufgrund seines Know-hows im Bauwesen und in der Architektur übertrug ihm der Scandale-Chef Philipp Gärtner Aufgaben, die sonst ein Bauleiter erledigt. So plante er sämtliche Bauvorhaben und vermittelte zwischen dem planungsberechtigten Architekten, dem Statiker, Prüfingenieuren, dem Bauamt und dem Scandale-Chef. „Sozusagen Bauleiter light, ich brachte alle baulichen Wünsche unter einen Hut“, so Mauricius, der dem Bachelor auch den Master folgen lassen möchte.

Verantwortung für eine Institution

Tatsächlich konnten zum Eröffnungstermin die Sektkorken knallen. Die aufwändig eingerichtete Location samt Großgemälden und gemütlichen, abgetrennten Bereichen kann sich locker mit Szene-Clubs in Berlin messen. Das macht Mauricius stolz: „Es ist schön, ein Teil von etwas zu sein, was man in Cottbus kennt. Das Scandale war und ist für viele eine Institution im Cottbuser Nachtleben“. Eine große Verantwortung für den Aufbau eines Nachtclubs tragen, dabei fürs Studium und fürs Leben dazulernen – so cool können Werkstudentenjobs in der Lausitz sein!

Musik: So klingt es im neueröffneten Scandale Le Locale Fatale

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