Ein Modell des Inflatable Lunar Habitats – eines von vielen spannenden BTU-Forschungsprojekten.

Zukunftsforschung: Mondhäuser & Hacker-Abwehr

Die BTU Cottbus-Senftenberg ist ein wissenschaftlicher Leuchtturm inmitten der ländlich geprägten Lausitz, die in den kommenden Jahrzehnten einen international beachteten Strukturwandel vollzieht. Die Hochschule ist Impulsgeber für diese Veränderungen. Das Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis ermöglicht BTU-Studierenden die Beteiligung an innovativer Forschung, eine weitere kleine Auswahl solcher Projekte findest du hier.

Leben auf dem Mond
Leben auf dem Mond in einer Behausung der BTU – das ist die Vision von 14 BTU-Studis und drei Projektleitern der Masterstudiengänge Architektur, Bauingenieurwesen sowie Klimagerechtes Bauen und Betreiben. Sie beschäftigen sich seit September 2019 im Rahmen des internationalen Forschungsprojektes Igluna 2020 mit dem Inflatable Lunar Habitat – einer Behausung, die einen längeren Aufenthalt auf dem Mond ermöglichen soll. Das bereits entstandene Modell hält extremen Belastungen stand, ist leicht zu transportieren und sieht aus wie eine Muschel.

Den ersten Belastungstest hat das Habitat im Juli vor sich, wenn es eine Woche lang als Unterkunft in den Schweizer Alpen dienen soll. Aufbauend auf diesem Test wird die Behausung dann für Mondbedingungen weiterentwickelt. Neben der BTU forschen 14 weitere Hochschulen am Leben auf dem Mond. Bei den anderen studentischen Teams geht es u.a. um Nahrungsmittelproduktion, Wassergewinnung und Kommunikationssysteme.

Hacker-Angriffe im Keim ersticken
Seit es das Internet gibt, versuchen Hacker, selbiges lahmzulegen. Ein Mittel der Wahl: sogenannte „Distributed Denial of Service“-Angriffe (DDoS). Vereinfacht gesagt wird dabei ein Websitebetreiber mit einer Flut an Daten überschwemmt – mit solch gigantischen Datenmengen, dass der Betreiber die Fahne hissen muss. 2010 wurden zum Beispiel Visa und Mastercard erfolgreich angegriffen. Die Websites beider Kreditkartenfirmen blieben nach einer DDoS-Attacke tagelang offline. Das jüngste prominente Opfer war das Onlinelexikon Wikipedia, das im September 2019 in mehreren europäischen Ländern zeitweise nicht erreichbar war.

BTU-Wissenschaftler sagen DDoS-Angriffen den Kampf an und forschen seit 2019 an Verteidigungsstrategien gegen die oft ressourcen- und imageschädigenden Angriffe. Im Projekt „AIDOS“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,2 Mio. € bis 2022 gefördert wird, wollen sie sich die Kraft der Künstlichen Intelligenz zunutze machen. So sollen Angriffe im Kern des Internets erkannt und verhindert werden.

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